Wieso sollte ich Maurer werden?

Welche Lehre soll ich nach der Schule beginnen?

Neues Jahr - neue Schulabgänger und wieder die Frage was soll ich lernen? Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit und die große Frage „Was soll ich nach der Schule machen?“. 

In der heutigen Zeit gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Soll es ein Bürojob sein oder doch ein Beruf im Handwerk oder Krankenhaus. 

So gibt es doch bei allem Vor- und Nachteile. 

Beim Handwerk heißt es sehr oft es wäre körperlich sehr anstrengend, man mache sich die Knochen kaputt, es wäre ein aussterbender Beruf und er würde schlecht bezahlt werden.

Wir wollen euch den Job des Maurers vorstellen und unseren Azubi Denis (2.Lehrjahr) zu Wort kommen lassen.

Anforderungen, Ausbildungsinhalte und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Ausbildung zum Maurer dauert 3 Jahre und ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet sie findet im Ausbildungsbetrieb statt und für die theoretischen Inhalte in der Berufsschule.

Anforderungen

  • Handwerkliches Geschick - eine Maurerkelle ist was anderes als ein Handy
  • Teamplayer - ein Haus baut sich nicht alleine
  • Schwindelfrei -  es geht auch mal hoch hinaus
  • Sicheres Kopfrechnen - es muss auch mal schnell was ausgerechnet werden
  • Ordentlich zupacken können - ein Sack Zement wiegt etwas mehr wie eine Tafel Schokolade
  • Naturliebhaber - im Sommer heiß, im Winter kalt

Ausbildungsinhalte

  • Arbeitsvorbereitungen: Baustelle einrichten, Absperrungen aufstellen, Material anfordern, Absprachen mit Kunden, Architekten treffen
  • Herstellung des Mauerwerks: stabiles Mauerwerk errichten aus verschiedenen Steinsorten wie Kalksandstein, Ziegel- und Natursteine sowie Sand, Zement und Mörtel
  • Restaurierungsarbeiten: Instandhaltung und Sanierung älterer Gebäude, Zustandsbewertung
  • Errichtung von Dämmschichten zur Abdichtung, Isolierung, Veredlung und Verkleidung des Mauerwerks
  • Schalungen herstellen
  • Fundamente betonieren

Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Weiterbildung zum Techniker im Bereich Bautechnik mit der Spezialisierung Hochbau, Ausbau, Baubetrieb oder Bausanierung
  • Weiterbildung zum Maurer- und Betonbaumeister

Ihr seid immer noch nicht komplett überzeugt? Ihr habt immer noch die Mythen des Handwerks im Kopf? Hat dieser Job wirklich noch Zukunft? Wird er gut bezahlt? Kann ich diesen Beruf wirklich bis zu meiner Rente machen? 

Wir haben euch ein kleines Interview mit unserem Azubi Denis zusammengestellt und selbstverständlich könnt ihr uns auch jeder Zeit anschreiben wenn ihr noch Fragen habt. 

Von Auszubildenden für Auszubildende

Hallo Denis, 

Erst einmal vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit den angehenden Azubis, jungen Menschen und den noch auf der Suche befindlichen Schülerinnern und Schülern teilst.

Du hast bereits eine Lehre als Fliesenleger abgeschlossen und auch danach auch in diesem Beruf gearbeitet. 

Was hat dich dazu bewogen noch eine zweite Lehre anzufangen? Und wieso hast du dich für das Maurerhandwerk entschieden?

Denis: Zu allererst kann ich sagen, dass der Beruf als Handwerker mir sehr viel Freude bereitet. Auch die Arbeit als Fliesenleger hat mir sehr viel Spaß gemacht. Leider habe ich in diesem Beruf nichts mehr gefunden und mich somit entschieden eine zweite Ausbildung zu beginnen.
Da ich beim Handwerk bleiben wollte, habe ich mich für die Ausbildung als Maurer entschieden. Man kann nie zu viel wissen und es ist immer gut etwas Neues dazuzulernen. 

Du hast bereits im 2. Lehrjahr bei uns angefangen, da die Ausbildungsinhalte des 1. Lehrjahres ähnlich zu dem des Fliesenlegers sind, beispielsweise das Einrichten der Baustelle, Arbeitsvorbereitungen und so weiter. 
Jetzt ist noch einiges Neues dazu gekommen. Was macht dir besonders viel Spaß?

Denis: Mir machen die Arbeiten wie Schalungen herstellen, Mauerwerke erstellen, Betonieren und Sanierungsarbeiten am meisten Spaß.

Als Maurer bist du auf der Baustelle jeder Wetterlage ausgesetzt. Im Sommer kann es sehr heiß werden, im Winter sehr kalt und es kann auch mal nass werden.
Stört dich es dich nicht dem ausgesetzt zu sein?

Denis: Nein, das stört mich überhaupt nicht. Es gibt auch andere Berufe, die jedem Wetter ausgesetzt sind. Außerdem gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Im Sommer wird dafür mehr Wasser getrunken. 

Eins der größten Vorurteile des Maurers ist, dass die Arbeit körperlich sehr anstrengend ist und man sie eventuell nicht bis zur Rente machen kann. Was meinst du dazu?

Denis: Jede Arbeit ist auf seine Art und Weise anstrengend. Wobei sich die Zeiten sehr geändert haben. Mittlerweile gibt es viele Maschinen und Geräte, die die Arbeit erleichtern. Aber klar Steine und Zementsäcke tragen ist anstrengend. 

Es wird auch in diesem Jahr wieder einige Schulabgänger geben, die nicht wissen was sie nach ihrem Schulabschluss machen sollen oder sich noch nicht entschieden haben. Was würdest du den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben, wieso sie sich für einen Beruf im Handwerk entscheiden sollen? 

Denis: Eine Ausbildung im Handwerk hat mehrere Vorteile. Zum einen weiß ich, was ich abends gemacht habe, da ich das Resultat meiner Arbeit gleich sehe. Es gibt ein großes Problem durch den Fachkräftemangel und um so mehr werden gut ausgebildete Handwerker gesucht. Die Auftragsbücher sind voll, Wartezeiten für gute Handwerker lang. Die Baubranche ist eine der größten Branchen des Landes. Auch bei zunehmender Digitalisierung werden Mauern überwiegend mit der Hand errichtet. Das ist unsere Chance als Azubis durchzustarten und mit diversen Weiterbildungsmöglichkeiten uns am Ende vielleicht auch selbstständig zu machen.
Ein plus im privaten Bereich gibt es natürlich auch. Durch das Erlernte kann ich auch viel selbst machen und spare mir das Geld für die Handwerker.

Vielen Dank Denis. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß und Erfolg bei deiner Ausbildung.

Also wenn auch du Teil unseres Teams werden willst, melde dich einfach bei uns oder komme auf der Ausbildungsmesse in Karlsruhe „Einstieg Beruf 2020“ am Stand H2-153 der Bauinnung Karlsruhe-Bruchsal vorbei.

Diese Webseite verwendet nur technisch erforderliche Cookies. Weitere Informationen erhalten Sie in unsererDatenschutzerklärungOK